Aktuelle Meldung

Sie können uns jeden Donnerstag von 12.30 bis 14.30 Uhr im BIWAQ-Treff im Bürgerhaus Hohenstücken im Erdgeschoss kontaktieren oder anrufen unter der Telefonnummer (03381) 55 16 580

Die Gründungsgruppe Stadtteilbetrieb Hohenstücken


Die Stadt Brandenburg an der Havel führt im Zeitraum von knapp 4 Jahren ein Projekt im Rahmen des Bundesprogramms BIWAQ („Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“) in Kooperation mit Brandenburg an der Havel Arbeitsförderungs- und. Strukturentwicklungsgesellschaft mbH (BAS) und Technologie-Netzwerk Berlin e.V. (TechNet) durch.

Im Rahmen dieses Projekts werden Bewohner und Organisationen in die Gründung eines Stadtteilbetriebs einbezogen, damit Arbeitsplätze in und für den Stadtteil entstehen können. Darüber hinaus werden interessierte Teilnehmende in bestehende Unternehmen integriert sowie ein betriebliches Gesundheitsmanagement implementiert.
 

Warum ein Stadtteilbetrieb?
Mit einem Stadtteilbetrieb kann man mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen, z. B. die Lebensqualität in einem Gebiet verbessern, indem beispielsweise neue Dienstleistungen angeboten und gleichzeitig zusätzliche Arbeitsplätze und damit mehr Einkommen für die BewohnerInnen geschaffen werden. Bei dem geplanten Stadtteilbetrieb geht es also um die Bedarfsdeckung im Stadtteil. Die Erreichung sozialer Ziele durch wirtschaftliche Aktivitäten steht im Mittelpunkt! Auch von der Finanzierung und der Organisation her ist ein soziales Unternehmen vom Typ Stadtteilbetrieb die optimale Unternehmensform für diese Zwecke.

Was ist ein Stadtteilbetrieb?
Ein Stadtteilbetrieb ist ein Unternehmen, das von BewohnerInnen, lokalem Handel und Gewerbe, Wohnungsunternehmen, Vereinen usw. gegründet wird, um z. B. Missstände zu beheben oder Versorgungs­lücken zu schließen. Für einen erfolgreich arbeitenden Stadtteilbetrieb braucht es ein solides Fundament: Möglichst viele Akteure sollen ihn tragen. Sie werden gebraucht als MitarbeiterInnen, ExpertInnen, KundInnen und KlientInnen, Geldgeber, Förderer, Kooperationspartner, ...!
 

Wie soll unser Stadtteilbetrieb funktionieren?
Ein Stadtteilbetrieb ist als Selbsthilfeeinrichtung des Stadtteils demokratisch organisiert. Alle, die sich beteiligen – egal mit welcher Geldsumme und welchem Arbeitseinsatz, haben das gleiche Stimmrecht. Es gilt das Prinzip „eine Frau / ein Mann / eine Organisation – eine Stimme“. Der Stadtteilbetrieb wird von den Beteiligten selbst verwaltet; alle Akteure können sich beteiligen. Die MitarbeiterInnen verstehen sich als UnternehmerInnen und übernehmen vielfältige Aufgaben. Die anfallenden Überschüsse werden wieder in die sozialen Ziele des Unternehmens investiert.

Ein Stadtteilbetrieb will keinem bereits existierenden Unternehmen Arbeit wegnehmen, sondern in Kooperation mit vorhandenen Einrichtungen und lokalem Gewerbe neue Arbeitsplätze entwickeln. Damit der Betrieb wirtschaftlich unabhängig wird und bleibt ist es wichtig, möglichst mehrere Geschäftsfelder aufzubauen. Das senkt zum einen die Kosten für bestimmte Angebote; zum anderen werden damit auch wechselseitige Finanzierungen möglich. Den MitarbeiterInnen ermöglicht dies auch, verschiedene Tätigkeiten auszuüben, was dazu führt, dass die Arbeitszufriedenheit zunimmt und sich damit die Qualität der Angebote verbessert.
 

Wie soll sich unser Stadtteilbetrieb finanzieren?
Viele Tätigkeiten, die ein Stadtteilbetrieb übernimmt, können Aufgaben im öffentlichen Interesse sein. Hierfür kommen auch öffentliche Mittel in Betracht. Zweite Einnahmequelle ist der private Bereich: Es werden Einnahmen durch die Leistungserbringung für Privatfirmen und Privathaushalte erzielt. Die dritte Finanzierungsquelle ist das soziale Kapital, d. h. freiwillig Mithelfende und Spenden sind in einem Stadtteilbetrieb mit Gemeinnützigkeitsstatus nicht nur erwünscht, sondern dringend notwendig. Die Motivation für diese Form der Mitarbeit ist vielfältig: die eine erwartet sich ein sauberes und gesünderes Umfeld, der andere will sich auf diese Weise selbst wieder einen Arbeitsplatz mit Einkommensperspektive schaffen, der „Früh“-Rentner möchte sein Erfahrungswissen nutzbringend zur Verfügung stellen, usw.
 

Erfahren Sie hier mehr über die Möglichkeiten, wie auch Sie mitmachen können.